3. Heimat-Treff in Norf

Gruppenbild vor Schloss Müggenburg - Foto: Helmut Thoennessen
Gruppenbild vor Schloss Müggenburg - Foto: Helmut Thoennessen

Zum Jahresprogramm des Kreisheimatbundes gehört auch der alljährliche Heimattreff, bei dem der jeweilige Heimatverein seinen Ort und die jeweiligen Aktivitäten vorstellt. Dieses Jahr fand die Veranstaltung am 12. Juli auf Einladung des Heimatvereins Norf und in Zusammenarbeit mit dem Kreisheimatbund im Bereich von Alt-Norf statt. Die rund 30 Teilnehmer wurden von dem 2. Vorsitzenden des Vereins, Kurt Königshofen, und dem Archivar Heinz Heuser begrüßt und der erste Weg führte dann zum Wasserschloss Müggenburg. Das derzeitige Gebäude wurde ca. 1750 vom kurpfälzischen Hofrat Karl Domenicus Schwartz in Auftrag gegeben, wobei die nicht eindeutig dokumentierten Ursprünge bis ins frühe 13 Jahrhundert zurückgehen. Nach dem Hofrat gab es dann noch einige Eigentümer, bis es dann Mitte des 19 Jahrhunderts an einen Karl Honsberg verkauft wurde dessen Tochter dann den Kommerzienrat von Waldthausen heirate und diese Familie bewohnt das Haus bis heute. Der jetzige Bewohner und seine Frau erzählten dann auch einige interessante Geschichten über das Leben mit und in dem Haus.

Vom Schloss ging es dann weiter zum ehemaligen Wasserturm, der 1904 von der Familie von Waldthausen erbaut wurde, um das Schloss mit Wasser zu versorgen, was aber nie in die Tat umgesetzt wurde. Der Turm verfiel immer stärker, dass Dach brach ein, Tauben nisteten sich ein und der Turm stand schon fast vor dem Abriss bis sich der Heimatverein Norf einschaltete und mit Hilfe von der NRW-Stiftung die Gelder zusammen bekam, um den Turn zu renovieren. Heute erstrahlt er wieder in altem Glanz und man kann 114 Stufen zu einer Aussichtsplattform bewältigen, um dann einen tollen Ausblick bis hin zu Düsseldorfer Medienhafen zu haben. Auch an diesem Tag erklommen die Gäste den Turm und genossen die Aussicht. Heute wird der Turm in vielfältiger Weise vom Heimatverein genutzt. Unter anderem bietet man an, sich im dem Turm standesamtlich trauen zu lassen und anschließend vor Ort zu feiern.

Weiter hing es zur St. Andreas Kirche, die von 1765 – 70 im Rokokostil erbaut wurde und die seit 1992 unter Denkmalschutz steht. Die Ursprünge einer Kirche an dem Ort geht sogar bis ins Jahr 817 zurück.

Von der Kirche ging es dann zum alten Norfer Rathaus, in dem bis zur Gebietsreform1975 der Norfer Bürgermeister residierte. Nach der Eingemeindung sollte das Rathaus dann sogar verkauft werden. Das stellte sich dann aber als nicht durchführbar dar, da die ursprüngliche Schenkung der Grundstücks und des Gebäudes eine Nutzung als Rathaus zur Bedingung machte. Heute wird das Rathaus noch als Bürgeramt genutzt. Auch der Heimatverein Norf hat hier einige Räume in den eine Ausstellung zur Geschichte der Gemeinde Norf zu sehen ist.

Im ehemaligen Ratssaal klang dann ein interessanter Nachmittag bei kühlen Getränken und warmer Suppe aus. Insgesamt ein gelungener Nachmittag, der großen Anklang fand und man freute sich schon auf den nächsten Heimattreff der 2026 in Üdesheim stattfinden wird.

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